Das taintedlove BDSM Lexikon

 

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Sensory Deprivation

Sensory Deprivation (zu Deutsch „sensorische Deprivation“, oder einfach „Sinnesentzug“) ist ein Ausdruck aus der Psychologie, der unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Grundsätzlich spricht man hier von Situationen, die mit einer Abschirmung der Sinne (also vorrangig Sehen und Hören) einhergehen.

 

Die sensorische Deprivation war ein häufiger Gegenstand von Bewusstseinsforschung gewesen und so ist seit langem bekannt, dass ein längerer Sinnesentzug zu Halluzinationen und geistiger Verwirrung führen kann.

 

Es überrascht nicht, dass weltweit der Sinnesentzug als ein Instrument der Folter eingesetzt wird. Häufig in Verbindung mit Schlafentzug. Derartige Methoden werden manchmal als „Weiße Folter“ bezeichnet, was bedeuten soll, dass hierbei keine sichtbaren Folterspuren verursacht werden.

 

Der Sinnesentzug wird von der UN-Menschenrechtscharta und der Europäischen Menschenrechtskonvention verurteilt.

 

Sinnesentzug ist allerdings nicht immer mit Folter gleichzusetzen. So erfreut sich die relativ neue Kultur der sogenannten Floating-Tanks wachsender Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um verschließbare Behälter, die mit einem stark mit Salz angereicherten, warmen Wasser gefüllt werden. Die Teilnehmer treiben in absoluter Stille und Dunkelheit und beschreiben den Zustand oft als meditativ oder als freischwebend.

 

Ebenso erfreut sich auch in der BDSM-Welt „Sensory Deprivation“ einer gewissen Beliebtheit. Wobei hier unterschiedliche Ansätze vorliegen. Einerseits setzt ein Sinnesentzug nicht grundsätzlich voraus, dass das Individuum in einem Zustand meditativer Stille versetzt wird. Häufig wird der Sinnesentzug eher dadurch erreicht, dass dem Teilnehmer über Kopfhörer z.B. unangenehme Musik oder verstörender Lärm zugeführt wird. Allerdings kann Sinnesentzug auch als eine Form von Belohnung eingesetzt werden – hier dann häufig in Verbindung mit einem vorhandenen Material-Fetisch, wie Gummi oder Latex. Für einzelne Subs ist es zum Beispiel reizvoll, in einer Ganzkörperbekleidung aus Latex auf unbestimmte Zeit einem Sinnesentzug ausgesetzt zu werden.

 

Der klassische und ein wenig stereotype Sinnesentzug innerhalb eines SM-Spiels ist die gute alte Augenbinde. Hier dient der Sinnesentzug vor allem der unmittelbaren Spannung, da die submissive Person nicht weiß, was der dominante Partner gerade tut.

 

Fazit: Einfacher und zeitlich begrenzter Sinnesentzug ist harmlos und kann die Spannung eines SM-Rituals steigern. Dennoch gilt auch hier, dass der dominante Part darauf achten sollte, dass der submissiven Person kein Schaden zugefügt wird – zum Beispiel durch unbeabsichtigte Atemnot. Dies gilt vor allem beim Einsatz von Gasmasken.

 

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