Das taintedlove BDSM Lexikon

 

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Amelotatismus

Unter Amelotatismus versteht man die sexuelle Fixierung auf Menschen mit Amputationen. Die aktiven Parts dieses erotischen Interaktionen bezeichnen sich als „Devotees“, während ihre Gegenpart „Amelos“ genannt werden.

 

Der Zusammenhangt mit BDSM ist hierbei nicht unumstritten. Während viele Devotees bestreiten würden, dass ihre Leidenschaft für Menschen in Rollstühlen und Menschen mit Bein- oder Armamputationen dominante Wesenszüge besitzt, lässt sich nicht von der Hand weisen, dass bei den zahlreich beschriebenen amelotatischen Fantasien das Motiv einer Frau mit einem amputierten Bein (oder gänzlich ohne Beine) vorwiegt. Hierbei scheint also auch ein Bild des unterworfenen, der Flucht nicht fähigen, Lustobjekts eine Rolle zu spielen, wie auch die Reduktion der Frau auf eine Vagina zwischen zwei Beinstumpfen.

 

Dennoch wäre es falsch, diese eher seltene Grauzone der menschlichen Sexualität zu sehr zu vereinfachen. Viele Devotees zeichnen sich in der Tat nur durch eine sehr zurückhaltende Verehrungshaltung gegenüber den Amelos, ohne diese dominieren zu wollen. Das Ausleben einer Beschützerrolle spielt hier sicher mit rein.

 

Amelotatismus beinhaltet nie das sadistische Bedürfnis, einen Menschen zu verstümmeln und anschließend sexuell zu gebrauchen und wird deshalb auch nicht als eine psychische Störung angesehen. Die Devotees empfinden lediglich eine erotische Fixierung auf Menschen, die bereits behindert sind und deren Amputationen bereits stattgefunden haben. Ob sich einzelne Devotees hierbei als Beschützer, Besitzer, Verehrer, oder als verständnisvolle Partner wahrnehmen, ist nicht gänzlich geklärt und gerade im Zeitalter des Internets häufig die Ursache erhitzter Streitgespräche. Viele Devotees sehen sich als Menschen, die einer behinderten Person ihre Sexualität zurückgeben möchten und damit auch ein Stück Selbstwertgefühl. Dies wird von Menschen mit Amputationen und Behinderungen häufig zurückgewiesen, da ihr Bedürfnis häufig darin besteht, eine allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen und nicht nur aufgrund einer Behinderung „verehrt“ zu werden.

 

Obwohl die Amelo-Szene einer behinderten Person theoretisch die Möglichkeit bietet, sich sexuell zu erleben, ist die Praxis doch problematischer und nicht frei von Konflikten, da ein Mensch mit amputierten Gliedmaßen als Subjekt wahrgenommen werden möchte und nicht als Objekt.

 

Doch lässt sich gegenwärtig sagen, dass die Berührungspunkte des Amelotatismus mit der Welt des BDSM sehr begrenzt sind.

 

 

 

 

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